10 Tage mit dem Surface Laptop

Ich bin seit drei Jahren Mac-User. Mein MacBook Pro 13″ (Early 2015) in der Grundausstattung mit 8GB RAM und einer 128GB SSD hat mir bisher sehr gute Dienste geleistet. Doch ist es 2,6 Kilogramm schwer und in den letzten Monaten durch qualitativ minderwertige Software eher etwas, das mich nervt, als dass es mich bei meiner Arbeit unterstützt.

Microsoft hat mir angeboten, sechs Wochen ein Surface Laptop zu testen – das Gerät habe ich bereits am Dr. Windows Community Day im Oktober kennen gelernt (ja, ich war auf einem Windows-Event im Microsoft Deutschland-HQ, doch das einzige Microsoft-Produkt, was ich bisher verwendet habe, ist Office 365).

Dieses Angebot habe ich gerne angenommen und ein paar Tage später bekam ich ein Paket von FIJAK, dem Versanddienstleister der PR-Agentur von Microsoft, das Surface Laptop ist da!

Was ist das genau?

Mit Preisen ab 999€ ist der Kundenkreis der Surface-Geräte sowieso schon eingeschränkt, Schüler erreicht man damit nicht, Studenten wohl gerade so, doch das Gerät ist – und das wusste ich schon nach ein paar Stunden – auf jeden Fall sein Geld wert. Mein Testgerät verfügt über folgende Ausstattung:

  • Intel Core i5
  • 8GB RAM
  • 256GB SSD
  • Intel HD-Grafik 620

Das genannte Testgerät kostet regulär 1.449,00€ (UVP), das ist auch der Basispreis für das Surface Laptop. Es sind vier Farben verfügbar, ich habe Platin Grau erhalten.

Besonderheiten: Windows 10 S & Alcantara

Die größte Besonderheit dieses Laptops ist wohl das Betriebssystem. Mit Windows 10 S möchte Microsoft eine besonder sichere Variante von Windows anbieten, die auf die Ausführung von Apps aus dem Microsoft Store beschränkt ist. Wer nun erschrocken die Seite schließen und sich direkt einen günstigeren PC mit besserer Hardware zusammenstellen möchte, kann beruhigt sein: Ein kostenfreies Upgrade auf Windows 10 Pro ist möglich, dann kann jedes Programm wie es einem beliebt ausgeführt werden.

Vermutlich werden 10/10 Leuten, die das Surface Laptop momentan kaufen, dieses Upgrade durchführen. Der Microsoft Store hat durchaus Potenzial und ich kann mir einen Einsatz gerade im Business- & Bildungssektor mit dem gesicherten oder – je nachdem, wie man das betrachtet – eingeschränktem Angebot der Apps aus dem Store sehr gut vorstellen: Updates von einer zentralen Stelle, Programme einfach installieren und auch wieder löschen, gewisse Sicherheitsgarantie, Support direkt in den Store integriert. Das könnte was werden – bis es dazu kommt, wird es jedoch sicherlich noch ein oder zwei Jahre dauern. Microsoft arbeitet jedoch sehr intensiv am Store, der vor einiger Zeit in Microsoft Store umbenannt wurde und mir deutlich performanter vorkommt.

Die zweite Besonderheit ist die Alcantara-Oberfläche auf der Tastatur bzw. darum herum. Jeder, der das Gerät bei mir betrachten konnte, sei es in der Schule, im Zug oder auch so privaten Umfeld, war felsenfest davon überzeugt, dass ich “diesen Stoff” selbst aufgebracht habe. Dem ist nicht so, das Gerät wird, je nachdem, welche der vier Farben man gewählt hat, mit der Alcantara-Oberfläche ausgeliefert.

Alcantara-Oberfläche rund um die Tastatur des Surface Laptop.

Das fühlt sich sehr angenehm an, auch wenn man eine eher an den Händen schwitzende Person ist, wie ich mir habe sagen lassen. Die Alcantara-Oberfläche fühlt sich sehr gut an, man gewöhnt sich schnell um (ich komme von einem Aluminium-MacBook). Zur Reinigung empfiehlt Microsoft zwei Teile Wasser, einen Teil milde (Hand-)Seife und kreisende Bewegungen mit einem fusselfreiem Tuch – das würde ich regelmäßig machen, um unschöne Flecken oder ein speckiges Material nach einem Jahr intensiver Nutzung zu vermeiden.

Surface: Natürlich mit Touchscreen

Das Surface Laptop gliedert sich in die Reihe der Surface-Gerät ein. Es gibt ein Tablet mit optionaler Tastatur, das ist das Surface Pro, es gibt das Surface Laptop, ein normales Notebook mit Touchscreen und dann gibt es noch das Surface Book. Ein Convertible aus Tablet und Notebook, beide Teile lassen sich trennen. Mit dem Tastatur-Teil ist das Surface Book jedoch leistungsstärker.

Betrachtet man das Notebook genauer, fällt einem vor allem der meiner Meinung nach gut gelungene Mix aus Leistungsfähigkeit und Portabilität auf. Der Core i5-Prozessor aus dem Hause Intel liefert ordentlich Power, es bring jedoch nur 1,3 Kilogramm auf die Wage und der Akku hält nach Angaben von Micorosft bis zu 14,5 Stunden – realistisch sind 5-9 Stunden, je nach Einsatz.

und einigen Abstrichen

Üblich für die Surface-Reihe sind neben dem Touchscreen, der das Surface Dial und den Surface Pen (beides nicht im Lieferumfang enthalten) unterstützt, auch die reduzierte Anzahl an Anschlüssen zu bemerken. Es stehen ein normaler USB-Port (USB-A), DisplayPort, ein 3,5″ Klinkenanschluss sowie der Surface Connector zur Verfügung. Das Gerät wird über den Surface Connector geladen, im Netzteil ist ein weiterer USB-Port integriert – in meinen Augen nicht ganz praktikabel, der Fairness her jedoch auf jeden Fall erwähnenswert. Unglücklich gelungen ist dabei jedoch die Platzierung der Anschlüsse beziehungsweise das leicht abgeschrägte Gehäuse an den Seiten – möchte ich das Ladekabel anstecken, benötige ich oft mehrere Anläufe, bis es richtig steckt. Damit das sofort klappt, muss ich das Gerät immer anheben.

Tastatur: Druck, aber ordentlich

Dieser Aspekt bleibt in vielen Testberichten unerwähnt, da nur subjektive Eindrücke möglich sind. Trotzdem versuche ich mich an einem fairen Vergleich.

Die Tastatur hat sich für mich sofort gut angefühlt. Anders als vom MacBook Pro der älteren Generation gewohnt wackeln die Tasten nicht. Sie sitzen fest im Gehäuse und haben einen angenehmen Druckpunkt, der für mich sehr gut passt. Selten tippe ich ein falsches Zeichen oder gar keines, weil zu wenig Druck ausgeübt wird. Ich schreibe deutlich schneller und fehlerfreier, als ich es auf meinem MacBook Pro getan habe.

Zwischenfazit: Teuer, aber sein Geld wert, für mobiles Arbeiten optimal

Couchsurfer und “Ich schreibe alle drei Wochen mal einen Brief”-User sind bei diesem Gerät definitiv falsch. Nicht technisch, aber vor allem beim Preis – da ist ein iPad ggf. die bessere Wahl. Wer ein Surface Laptop in Betracht zieht, hat höhere Ansprüche, gerade an Mobilität, Stabilität und auch einen gewissen Designfetisch. Das Gerät wird diesen Anforderungen gerecht, bietet ausreichend Leistung und bleibt dabei trotzdem sparsam und leicht.

Was sind deine Gedanken zum Surface Laptop und der Surface-Reihe? Benötigst du einen mobilen Begleiter oder bist du eher der “Standrechner”-Typ? Lass es mich wissen!

Das Gerät wurde mir von Microsoft Deutschland für sechs Wochen zur Verfügung gestellt. Die kostenfreie Leihgabe beeinflusst nicht die Berichterstattung. Das Gerät stand mir von Ende November 2017 bis Anfang Januar 2018 zur Verfügung.

Ein Gedanke zu „10 Tage mit dem Surface Laptop

  1. Ein Bekannter vor mir besitzt auch einen Surface Laptop und ich muss sagen, ich war positiv überrascht als ich es bei ihm kurz ausprobiert habe! Ich glaube ich werde mir auch so etwas zulegen, jetzt da ich es bei Ihren Review in mehr Detail erkunden konnte.

    Danke für das hilfreiche Review und ich finde, dass die Tastatur gut beschrieben wurde.

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