Microsoft verkleinert kostenlose OneDrive-Accounts

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Vor einiger Zeit hatte Microsoft bekannt gegeben, dass man den kostenlosen Speicherplatz für den hauseigenen Cloud-Speicherdienst OneDrive in Zukunft reduzieren möchte. Seit November 2015 können Office 365-Abonnenten nicht mehr unlimitiert Daten speichern, hier wurde eine Grenze von einem Terabyte gesetzt, weil es einige schwarze Schafe gab, die ihre komplette Spielfilm-Sammlung in Größenordnungen von 75 Terabyte (!!) auf OneDrive ausgelagert haben. Das sind Einzelfälle, aber alle Nutzer müssen darunter leiden. 

Der Prozess wurde mehrmals verschoben und es gab die Möglichkeit, seinen kostenfreien Speicherplatz zu behalten (Quelle). Über eine Aktionsseite konnte man bis Ende Januar diesen Jahres den eigenen OneDrive-Account von den nun anstehenden Änderungen ausnehmen. Wer diese Möglichkeit nicht genutzt hat, verliert unter Umständen bis zu 25GB Speicherplatz, kostenlose Konten werden auf magere 5GB begrenzt.

Microsoft hat damit begonnen, entsprechende E-Mails an Nutzer zu versenden, teils mit verschiedenen Angaben von einem Datum, an dem diese Änderungen in Kraft treten, der Rollout erfolgt also auch dieses Mal in Wellen. Einige Mails enthielten den 27. Juli 2016 als Stichtag, andere bereits den 13. Juli 2016.

Wir empfehlen Nutzern des kostenlosen-Angebots, mal in das OneDrive-Konto zu schauen, wie viel Speicherplatz belegt ist und eventuell Dateien auszulagern. Alternative Cloud-Speicherdienste sind Google Drive mit 15GB kostenlosem Speicherplatz (mit einem Smartphone-Kauf ist manchmal noch mehr drin, das wird jedoch besonders beworben), MEGA mit 50GB kostenlosem Speicherplatz oder als kleine Alternative die allseits bekannte Dropbox mit nur zwei Gigabyte Speicherplatz.

Wer einen eigenen Webspace oder einen Server hat, kann sich auch einmal die Software-Lösungen nextcloud (dies werde ich in Kürze in einem weiteren Artikel genauer beleuchten) und Seafile ansehen. Hierbei ist nicht außer Acht zu lassen, dass man sich selbst um die Sicherheit, Backups und Co. kümmern muss.

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via Engadget

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