Raspberry Pi Tutorial – Samba Fileserver einrichten [Teil 5]

Jeder dürfte mit dem Begriff „NAS“ was anfangen können oder hat in zumindest schon mal gehört. Doch leider sind solche Netzwerkspeicher entweder viel zu teuer oder bieten auch für einfache Aufgaben nicht genügend Leistung. Ein Raspberry Pi als Fileserver dagegen bietet zu einem günstigen Preis auch eine ordentliche Leistung und ist dazu dank freiem Linux noch sehr flexibel. Wie genau ihr einen solchen Samba Server einrichten könnt, erfahrt ihr hier!

SMB ist ein Protokoll, welches erstmals 1983 von IBM veröffentlicht wurde. Samba bietet dabei eine Art Schnittstelle von UNIX zu Windows. Neben normalen Dateifreigaben ist es auch möglich Drucker über Samba freizugeben, welche dann am Raspberry Pi angeschlossen sind (Tutorial dazu folgt).

Bevor wir mit der Installation beginnen, gilt es hier auch wieder zuerst alle Pakete zu aktualisieren.

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Schritt 1 – Samba Pakete installieren

Zu Beginn müssen wir natürlich erst ein mal die Pakete für den Samba Server installieren.

sudo apt-get install samba samba-common-bin

Schritt 2 – Samba Beispiel-Konfiguration löschen

Um nachher mit einer frischen Samba Konfiguration arbeiten zu können, müssen wir zunächst die originale .conf Datei löschen.

sudo rm /etc/samba/smb.conf

Schritt 3 – Samba Freigaben konfigurieren

Angenommen, wir haben nun ein 64GB USB Stick, welchen wir im Netzwerk gern teilen möchten. Dazu benötigt es in der smb.conf lediglich ein paar Zeilen an Code.

sudo nano /etc/samba/smb.conf

Als Erstes müssen wir den Samba Server allgemein konfigurieren:

[global]
workgroup = WORKGROUP
server string = [Beschreibung]
netbios name = [Hostname des Pi]
dns proxy = no
passdb backend = tdbsam
### Authentication
security = user
map to guest = never
guest account = nobody
encrypt passwords = true

Den Parameter „server string“ könnt ihr frei wählen. Dabei kann einfach eine kurze Beschreibung des Servers erfolgen (Bsp: raspberrypi nas). Für den NetBios-Namen nehmt ihr am besten einfach euren Hostname welcher euer Pi schon besitzt. (Bsp: RASPBERRYPI3). Dieser wird euch später auch im Windows Explorer angezeigt.

Nachdem wir nun die globale Konfiguration haben, können wir nun die einzelnen Freigaben verwalten.

[Freigabe-Name]
path = [Pfad]
browseable = yes
read only = no
create mask = 0775
directory mask = 0775
writeable = yes

Wichtig ist, dass ihr statt „Freigabe-Name“ einen Namen eurer Wahl dafür vergebt. Dabei nur darauf achten, dass der Name in den [] Klammern steht. Auch müsst ihr schauen, unter welchem Pfad sich euer Speicher befindet. Als Beispiel nehme ich hier einfach /home/pi

Und um die Konfiguration zu übernehmen, einfach den SMB Service neustarten:

sudo service smbd restart

Schritt 4 – User Anmeldung aktivieren

Solltet ihr nun schon bereits versucht haben, euch über den Windows Explorer auf den Pi zu schalten, werdet ihr festgestellt haben, dass ihr nur die Meldung bekommt „Benutzername bzw. das Kennwort ist falsch“. Um das zu beheben, müssen wir auf dem Pi nur ein kleinen Befehl ausführen:

sudo smbpasswd -a pi

Danach werdet ihr noch aufgefordert, dem Samba-Nutzer „pi“ ein Passwort zu vergeben. Hier könnt ihr auch das normale Passwort für den Nutzer pi vergeben. Danach könnt ihr die Verbindung im Windows Explorer unter „Netzwerk“ erneut versuchen. Da solltet ihr auch den Pi unter dem Namen finden aus Schritt 3.

 

Nachdem ihr nun erneut die Login Daten eingegeben habt, solltet ihr hier nun auch die Freigaben aus der Konfiguration sehen. Mit dieser Konfiguration könnt ihr nun Dateien anlegen, löschen, verschieben etc.

 

Solltet ihr noch Fragen, Tipps oder Probleme zu dem Tutorial haben, schreibt diese einfach in die Kommentare 🙂

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