Review: Huawei Mate 9 – das 6″ große Akkuwunder

Mit seinen 6“ großem Display fällt das Mate 9 schon eher in die Phablet Kategorie als in die Smartphone Kategorie. Mit dem Handy ist Huawei ein echtes Flaggschiff gelungen. Der große Akku und die spitzen Performance überzeugen. Genauere Infos hier im Beitrag.

 

 

1. Lieferumfang – viel drin für 700€

Für kanpp 700€ bekommt man nicht nur ein ordentliches Smartphone, sondern auch alles an Zubehör was man sich wünscht. Dabei enthalten sind folgende Dinge:

  • 1m USB-C Kabel
  • Huawei Quickcharge Ladestecker
  • Eine Schutzhülle
  • Ein microUSB auf USB-C Adapter

Besonders die beiliegende Hülle fällt dabei sehr positiv auf. Auch der microUSB auf USB-C Adapter ist eine praktische Beigabe.

2. Technische Daten – alles High-End

 Huawei Mate 9
Prozessor:Kirin 960 + Mali-G71 MP8
RAM:4GB
interner Speicher:64GB
Verbindungen:LTE, Bluetooth 4.1, 2,4/5GHz WLAN
Display:6 Zoll (FHD => 373ppi)
Akku:4000mAh
Kamera:20 MP (hinten, monochrom), 12 MP (RGB), 8 MP (vorne)
Audio:Stereo Dolby Atmos Frontlautsprecher
Sonstiges:Fingerabdrucksensor: hinten

Duale Leica Kamera (1 normale+1 monochrome)

Die Ausstattung lässt somit auch keine Wünsche mehr offen. Der große Akku ist durchaus ausdauernd. Den 4GB RAM steht der Kirin 960 bei und liefert damit sehr viel Leistung. Multitasking ist super möglich und es gibt auch keine großen Aufhänger beim Arbeiten.

3. Verarbeitung – hochwertig und Edel

Auch bei der Verarbeitung lässt sich Huawei nichts nehmen.

Das ganze Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt. Es gibt keine scharfen Kanten oder sonstige störende Sachen. Insgesamt wirkt das Design edel und hochwertig.

Auffällig ist auf der Vorderseite das Display. An den linken und rechten Seite gibt es so gut wie keinen Rand mehr. Damit macht es wirklich Spaß Filme auf Youtube oder Netflix zu schauen. Die Ränder oben und unten sind auch sehr schmal gehalten.

Auf der Oberseite befindet sich dann noch der Telefonlautsprecher, die Frontkamera und sämtliche Sensoren. Der Powerbutton und die Lautstärkewippe befinden sich auf der linken Seite. An der unteren Kante ist dann noch der Lautsprecher und der USB-C Port.

4. Performance – 4GB RAM+Kirin 960 = alles läuft

In Puncto Performance ist das Mate 9 mit Abstand das beste Handy, welches ich bisher getestet habe.

Während des gesamten Arbeitens gibt es keine Hänger oder Ruckler. Alles läuft geschmeidig und ohne Probleme. In dem ganzen Testzeitraum musste ich das Handy nicht ein mal neustarten.

Wenn man öfters zwischen vielen Apps hin und her wechselt kann man auch noch ältere Apps öffnen, ohne das diese erst neu gestartet werden müssen. Das liegt vor allem an den 4GB RAM.

Leider habe ich es vergessen gehabt Benchmarks auf dem Mate 9 auszuführen. Deswegen kann ich leider keine Zahlen zur Performance liefern.

5. Akku – entspannt über den Tag kommen

Der wichtigste Punkt bei einem Smartphone: der Akku.

In das Mate 9 packt Huawei ein 4000mAh großen Akku rein. Dieser hält erstaunlich lange.

Das ist insofern erstaunlich, als das das 6“ große Display auch ordentlich Strom zieht.

Doch für den großen Akku ist das kein Problem.

Bei einer Display Ontime von 5h mit permanenter Datenverbindung, bleiben dem Mate immer noch ~40% Akku. Für ein solch großes und helles Display sind diese Wert wirklich gut. Auch ist dank der eigenen Schnelllade Technik von Huawei ist das Mate 9 sehr schnell geladen. Dabei gehen bei 5V bis zu 5A in das Gerät. Allerdings sollte man dies nur selten einsetzten. Der Grund dafür ist, dass es den Akku sehr belastet.

Trotzdem kommen auch starke Nutzer mit dem Akku locker über den Tag.

 

 

6. Kamera – schnell und umfangreich

Besonders beworben wird das Mate 9 mit seiner dualen Leica Kamera. Die eine davon ist eine normale 12 MP Kamera, die andere eine monochrome Kamera.

Besonders an der Kamera gefällt mir die schnelle Bereitschaft. Sobald man die Kamera App geöffnet hat, ist diese auch bereit. Dazu kommt noch der sehr schnelle Autofokus. Beide Sachen scheinen auf den ersten Blick zu überzeugen. Doch leider werden die Bilder oft auch bei hellem Licht verwackelt. Bilder bei wenig Licht sind durchaus akzeptabel.

Videoaufnahmen sind in UHD (3840×2160) möglich. Diese werden auch wirklich super. Selbst Handgehalten bei schwachem Licht. Dabei hilft auch der Bildstabilisator. Dieser macht eine gute Arbeit und sorgt für sanfte Videos. Ein Beispielvideo gibts hier:

Wenn man sich die Kamera App noch mal genauer anschaut, stellt man fest, dass diese sehr viele Features bietet. Zeitlupe, Zeitraffe, Dokumentenerfassung. Alles aus der Systemkamera App möglich. Wer unterwegs mit der Dokumentenerfassung seine Dokumente digital archivieren möchte, wird positiv angetan sein. Die Erkennung funktioniert gut und schnell.

 

7. Display und Audio – helles Display, leider keine Frontlautsprecher

Das FullHD Display des Mate 9 ist hell, scharf und intensiv was Farben anbelangt. Die automatische Helligkeit funktioniert super und passt sich gut an aktuelle Lichtverhältnisse an. Auf Wunsch kann das Display die Auflösung reduzieren. Damit soll der Akku geschont werden.

Ein kleiner Kritikpunkt am Mate 9 sind aber die Lautsprecher. Diese befinden sich an der Unterseite. Wer also an Frontlautsprecher über und unter dem Display gewöhnt ist, muss sich hier etwas umgewöhnen. Der Klang der Lautsprecher ist zwar ausgewogen und kraftvoll, aber würden noch besser wirken, wenn diese oberhalb und unterhalb des Display wären.

8. Software – Viele Features

Auf dem Mate 9 läuft die eigene UI von Huawei namens „EMUI“ in der Version 5.0

Viel gibt es zur Software eigentlich nicht zu sagen. Alles läuft und sieht super aus. An sich musste ich das Gerät in dem ganzen Testraum nicht einmal neustarten. Beim Arbeiten gibt es keine Probleme oder Ruckler.

Dank Android 7 ist auch die Multi-Window Ansicht möglich. Diese Funktion ist dank des großen 6“ Displays auch mal recht nützlich.

Einziger Kritikpunkt ist manchmal der sehr strenge Energiesparmodus. Im Hintergrund habe ich immer die App „Internet Speed Monitor“ laufen. Diese zeigt eine permanente Benachrichtigung an, falls man das Internet an hat. Allerdings wurde diese immer wieder mal beendet und startete häufig nicht mehr von alleine. Auf Dauer dürfte dies auch bei anderen Apps den ein oder anderen Nutzer stören. Eine Möglichkeit zum Abschalten habe ich nicht gefunden.

Trotzdem läuft die Software alles in allem super und bietet auch einige praktische eigene Features.

9. allgemeine Handhabung – groß und handlich

Große Probleme im Alltag konnte ich nicht feststellen.

Alles läuft geschmeidig und flüssig. Wem die 6“ mal zu groß sein sollten, kann das Display virtuell verkleinern. Dazu wischt man vom Homebutton nach links oder rechts. Je nachdem in welche Richtung man das macht, verkleinert sich das Display nach da. Somit ist eine Nutzung mit einer Hand auch möglich.

Auch hatte ich nie die Befürchtung das Gerät sei zu rutschig. Dank der mitgelieferten Hülle hat das Gerät eine gute Griffigkeit. Auch die duale Kamera ist für Foto Freaks super. Einerseits die normale Kamera und dann noch eine monochrome Kamera. Auch Zeitlupen und Zeitraffe sind machbar.

10. Mein Fazit – super Handy für viel Geld

Wer ein aktuelles Flaggschiff haben möchte, und sich kein Kopf über den Preis macht, kann mit dem Mate 9 nicht viel falsch machen. Es ist groß, schnell und edel. Für aktuell 700€ auf jeden Fall ein klasse Gerät.

Als kurze Zusammenfassung, hier noch mal eine Übersicht:

PostivNegativ
+ scharfes, helles Display– sehr hoher Preis
+ kräftige Lautsprecher– Bilder oftmals verwackelt
+ viele Features an Software und Kamera– keine Frontlautsprecher
+ USB-C und QuickCharge
+ starke Performance
+ ausdauernder Akku
+ großer Lieferumfang

 

4 Gedanken zu „Review: Huawei Mate 9 – das 6″ große Akkuwunder

  1. Alex sagt:

    Bezüglich Lautsprecher und Sound, die Angabe es gäbe nur einen Lautsprecher unter dem Display ist falsch, der Hörmuschel Lautsprecher gibt den 2 Ton aus. Definitiv handelt es sich hier gegenüber vieler Behauptungen um Stereo Lautsprecher. Auch ist der Sound im Gegensatz zu Samsung oder dem Mate 8 nicht schlechter sonder meines erachtens wesentlich besser.

  2. Schenklklopfer sagt:

    Das mit dem Akku wäre ein Kaufgrund für mich…
    Habt ihr das Gerät noch?
    Könnt ihr mal testen wie lange es mit richtigen Akku Killern wie Ingress oder Pokemon Go durchhält? Also GPS, WLAN, Dateverbrauch ohne Ende, Grafiklast und Display immer an.

    • Nein das Gerät haben wir leider nicht mehr.
      Aber ich würde mal sagen, dass es schon eine längere Tour mal mit macht.
      Jetzt vielleicht nicht auf 100% Displayhelligkeit aber wenn man es etwas dimmt sollte das passen 🙂 ^fl

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