TP-Link M7350: Mobiler LTE-Router im Test

screen-shot-2016-08-23-at-9-08-18-am<code class=In den letzten Wochen hatte ich die Möglichkeit, den M7350 von TP-Link zu testen. Hierbei handelt es sich um einen mobilen WLAN-Router, der LTE bis zu 150MBit/s unterstützt. Das Gerät ist bereits die dritte Generation der Serie und wird im Fachhandel auch als entsprechend hochwertig beworben (davon habe ich mich in den letzten Tagen selbst bei Cyberport und MediaMarkt in Stuttgart überzeugt).

Lieferumfang

Das erste, was auffällt, ist die kleine Verpackung, in der jedoch trotzdem mehr enthalten ist, als ich erwartet habe. Neben dem Gerät in schwarzer Optik befindet sich darin ein Adapter-Set für SIM-Karten (miniSIM bzw. nanoSIM auf miniSIM / normale SIM-Karte) sowie ein microUSB-Kabel zum Aufladen und sogar ein Netzteil. Zusätzlich eine Schnellstartanleitung, eine Art Garantiekarte auf der man Telefonnummern und Kontaktinformationen zum Hersteller findet (in so ziemlich jedem Land verfügbar, daher auch im Ausland sehr gut zu wissen, dass man dahingehend abgesichert ist).

Erste Einrichtung

Der Akkudeckel kann einfach entfernt werden, der Akku ist austauschbar. Unter dem Akku befinden sich die Slots für die SIM-Karte und die microSD-Karte (mehr dazu später).

Im Akkudeckel befinden sich die SSDI und das Passwort für das WLAN, welches vom Gerät auf Werkseinstellung ausgestrahlt wird. Diese Information ist später auch auf dem Display ersichtlich, kann jedoch ohne Probleme einfach geändert werden.

Nachdem die SIM-Karte eingelegt wurde (in unserem Test haben wir eine von Vodafone genommen), kann das Gerät über den großen Power-Knopf auf der Vorderseite eingeschaltet werden. Man verbindet sich dann noch mit dem WLAN, entweder über einen Computer oder ein Smartphone / Tablet und kann sofort loslegen.

Das erste, was zu erledigen ist, ist die Eingabe der PIN der SIM-Karte, falls vorhanden. Wenn diese nicht vorhanden ist, kann sofort gesurft werden.

Verwaltung des Geräts

TP-Link verfolgt bei den Verwaltungsoberflächen eine klare Designschiene und möchte es dem Nutzer so einfach wie möglich machen. Statt IP-Adressen oder Domains wie “speedport.ip” zur Verwaltung zu nutzen, muss nur tplinkmifi.net aufgerufen werden. Die Zugangsdaten lauten bei Werkseinstellung admin, sowohl als Benutzername, als auch als Passwort. Diese Zugangsdaten können individuell verändert werden, sowohl der Name, als auch das Passwort.

Positiv hervorheben muss ich hier das Quick Start Guide, indem wichtige Informationen sofort ersichtlich ist. Das Guide ist auch bebildert. Als technikaffiner Benutzer habe ich es nicht benötigt, war jedoch bei einem Problem sehr hilfreich, denn ich konnte entnehmen, wie ich das Gerät zurücksetzen kann.

Mobile Kontrolle einfach gemacht

Die Verwaltung ist ebenfalls über eine App möglich, die kostenlos im iOS App Store und bei Google Play für Android bereitsteht. Windows Phone / Windows 10 wird von TP-Link konsequent nicht mit Apps versorgt, es kann jedoch einfach auf das Webinterface zurückgegriffen werden.

tpMiFi
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Preis: Kostenlos

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Die Apps können auch einfach mit einem QR Code-Reader heruntergeladen werden, auf dem Gerät steht dafür eine Option zur Verfügung. Eine Suche im App Store / Play Store ist damit nicht notwendig.

Reichweite

Die Reichweite kann in drei Stufen konfiguriert werden, dies wirkt sich auf den Akkuverbrauch aus. Eine genaue Angabe zur Reichweite kann man natürlich nicht geben, da dies sehr stark von der Umgebung abhängig ist.

Laufzeit

TP-Link verspricht ca. 6 Stunden Akkulaufzeit, ich konnte in meinem Test jedoch eine Laufzeit von ca. 8 bis 9 Stunden feststellen. Ein Faktor ist neben der Reichweite auch die Anzahl der verbundenen Geräte und ob konstant LTE verfügbar ist oder immer wieder zwischen LTE und 3G gewechselt wird.

Speedtests

Wir haben über verschiedene Zeiten und Regionen hinweg Speedtests im Vodafone LTE-Netz gemacht. Dabei haben wir Städte wie Köln, Stuttgart, Frankfurt und Berlin jeweils im 4G-Netz gemessen. Leider können wir hier keine genaueren Ergebnisse anbieten, weil wir nur von Vodafone SIM-Karten zum Test erhalten haben.

 

Deutlich zu erkennen ist, dass der Speed über das 5GHz-Band deutlich besser ist, als über das 2,4GHz-Band, was in allen Geräten seit Jahren und auch in Dingen wie Mikrowellen verwendet wird. Bei allen Tests hatte ich auf dem Router den bestmöglichen LTE-Empfang laut Anzeige. Ich habe oben auch mal einen Screenshot von meinem MacBook Pro angehängt, dort wurde explizit das 5GHz-Band benutzt.

Fazit

Der Router machte in unserem Langzeittest einen guten Eindruck. Je nach Umgebung und Netzwerk waren bis zu 120Mbit/s möglich, technisch liegt das Limit bei 150Mbit/s. Die Einrichtung und Verwaltung ist über eine Webseite (tplinkmifi.net bzw 192.168.0.1) und eine App für iOS und Android möglich und selbst für Laien aufgrund eines Getting Started-Assistenten in zwei Minuten erledigt.

Pro / Contra:

Pro:
  • einfache und schnelle Einrichtung / Verwaltung
  • Download bis zu 150MBit/s, Upload bis zu 50MBit/s
  • lange Akkulaufzeit, in unserem Test mehr als versprochen wurde
  • Akku kann getauscht werden
  • microSD-Slot
Contra:
  • kein Dual-Band
  • es werden nur microSD-Karten bis 32GB unterstützt
  • Akku kann getauscht werden, TP-Link bietet jedoch keine an.
  • Interface nur auf Englisch verfügbar.

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